Forschungsprojekt „Digitale Suffizienz“

Die Schnelllebigkeit unserer Konsumgesellschaft spiegelt sich heutzutage deutlich in der Smartphone-Nutzung wider. Ständig kommen neue Modelle auf den Markt, die ältere Versionen ersetzen sollen. In der Folge tauschen die Deutschen ihr Smartphone durchschnittlich nach nur zwei Jahren gegen ein neueres Modell aus. Laut Verbraucherzentrale befinden sich deshalb rund 124 Millionen Altgeräte in deutschen Haushalten. Die in ihnen verbauten Rohstoffe sind knapp und wertvoll. Außerdem gilt ihr Abbau als umweltschädlich. Und nicht nur das: Auch die Nutzung und Entsorgung von elektronischen Geräten können schlecht für die Umwelt sein. Weiterlesen

Das Fachforum Nachhaltigkeit: Suffizienz und Ernährung

Das Fachforum Nachhaltigkeit zum Thema „Suffizienz und Ernährung“ wurde am 3. Juli 2020 vom Landesjugendring BW veranstaltet. Es wurden verschiedene Handlungsmöglichkeiten vorgestellt, wie die eigene Ernährung gestaltet werden sollte und welche staatlichen Anreize sinnvoll wären. Dazu wurde begründet, warum diese notwendig und sinnvoll sind, um bestehende Probleme zu lösen. Aktuelle Probleme in Bezug auf Ernährung sind hohe CO2-Emissionen, Flächenverbrauch und Naturzerstörung, Artensterben durch die Landwirtschaft sowie die eigene Gesundheit und Tierwohl.

Ein Beispiel ist die energie- und ressourcenintensive Fleischindustrie. Allein die Tierhaltung ist für rund 20 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich und beansprucht ein Drittel der Erdoberfläche. Weiterlesen

All you need is less – Eine Kultur des Genug aus ökonomischer und buddhistischer Sicht

Das neue Buch von Manfred Folkers und Niko Paech „All you need is less“ erläutert die Ursachen und Auswirkungen von Konsum – von der „Gier-Wirtschaft“ – und zeigt den möglichen Wandel hin zu einer „Kultur des Genug“.

Aufgeteilt in zwei Essays setzen sich die beiden Autoren auf unterschiedliche Art und Weise mit dem großen Thema Suffizienz auseinander.

Folkers bringt in seinem Text „Buddhistische Motive für eine Überwindung der Gier-Wirtschaft“ die Lehren des Buddah in Bezug zu unserem heutigen gesellschaftlichen System. Er erläutert die von Buddah aufgestellten grundlegenden Lehren und die menschlichen Eigenschaften und kommt zu der Erkenntnis: „Die Kräfte, die die Menschheit ins Goldene Zeitalter führten – Begehren, Abneigung und Täuschung -, sind offenbar die gleichen, die sie nun in den Untergang treiben.“ Weiterlesen

Was Suffizienz mit einem Tiny House zu tun hat

Eigentlich geht der Trend der Wohnfläche in den letzten Jahrzehnten steil aufwärts. 2018 betrug die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf in Deutschland 46,7 Quadratmeter, in den USA sogar bis zu 74 Quadratmetern (Umweltbundesamt, 2019; Boeckermann, 2017).  In den Besitzmaximierung gesprägten Konsumgesellschaften sind Häuser und ihre Größe immer mehr zum Statussymbol geworden. Dazu im Gegensatz steht die Tiny House Bewegung. In kleinen, meist mobilen, Häusern leben die Menschen auf geringstem Raum mit möglichst wenig Besitz. Gründe dafür sind die immer stärker steigenden Kosten der Anschaffung und Erhaltung von Immobilien, vor allem in Ballungsgebieten, der Wunsch nach mehr Mobilität und Selbstverwirklichung und die Überdenkung des eigenen Lebensstils und des eigenen ökologischen Fußabdrucks (Biron). Weiterlesen

#kaufnixChallenge

Suffizienz liegt im Trend, ob beim Wohnen, Konsumieren oder im Bereich der Mobilität. Eine wachsende Zahl an Umweltschützer*innen ist sich einig, dass nur ein suffizientes Leben langfristig die nachhaltige Entwicklung auf unserer Erde garantieren kann.

In unserer einwöchigen #kaufnixChallenge wollen wir Beispiele suffizienter Lebensweisen vorstellen. Wir laden Sie ein, Ihren suffizienten Alltag mit uns zu teilen. Schauen Sie sich die Stufen der Anti-Verbraucher-Pyramide an und prüfen Sie, welche Gewohnheiten Sie bereits jetzt leben – was leihen, tauschen und fertigen Sie?

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Warum in die Ferne schweifen

Die Möglichkeit auf Reisen zu gehen, hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellen- und Statuswert, auf den wir nicht verzichten möchten. Deutsche unternahmen im Jahr 2017 circa 70 Millionen Reisen, die länger als 5 Tage dauerten- 50 Millionen davon ins Ausland. (UBA, 2019) Das derzeitige Tourismusmodell ist allerdings alles andere als nachhaltig, sondern geprägt von Kurzurlauben und Flugreisen. (Bah et al., 2017)
Für Natur und Umwelt bedeuten unsere Reisen viel Stress.  Durch An- und Abreise sowie vor Ort genutzte Verkehrsmittel, wird die Natur immens belastet. Weiterlesen

Black Friday- Der alljährliche Konsumwahnsinn

Bild von ElisaRiva auf Pixabay

Der Freitag nach Thanksgiving ist für viele Menschen ein Tag des extremen Konsums geworden. Ursprünglich aus den USA kommend, gibt es den Black Friday seit einiger Zeit auch in Deutschland. Aus welchen Gründen genau der Tag entstanden ist und wieso er Black Friday heißt, ist nicht vollständig belegt. Oft wird auf die Geschäftsinhaber verwiesen, die nach Thanksgiving endlich wieder schwarze, statt rote Zahlen schrieben. Offensichtlich waren die Verbraucher durch den Feiertag und das anstehende Weihnachtsfest, zu einem höheren Konsum bereit. Weiterlesen

Unternehmerische Suffizienzstrategien am Beispiel von Premium Cola

Der deutsche Alt-Bundeskanzler Ludwig Erhard oder auch der englische Ökonom John Stuart Mill vertraten bereits vor gut 50 Jahren die Position, dass es eine Ära nach dem wirtschaftlichen Wachstum geben wird. Obwohl zu der Zeit Themen wie die Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung und Überproduktion noch nicht dieselbe Dringlichkeit hatten wie heute, waren sich beide Vordenker darin einig, dass das menschliche Miteinander, sowie soziale und geistige Werte eine Art Renaissance erleben würden und Wohlstand nicht mehr durch materielle, sondern vorrangig durch immaterielle Werte erreicht wird. Weiterlesen

Interview mit Carla Noever und Robin Stock von BUNDJugend

Stellen Sie sich vor, die Dinge, die wir gebrauchen und kaufen, würden keinen riesengroßen ökologischen Fußabdruck hinterlassen oder zur Ausbeutung von vielen Menschen entlang der Produktionskette beitragen. Stellen Sie sich vor, es wäre das oberste Gebot der Menschen, im Einklang mit der Natur zu leben und tatsächlich nur so zu konsumieren, dass wir der Natur nicht schaden. Carla Noever und Robin Stock glauben, dass ein Weg in diese Richtung durchaus möglich ist, wenn Verbraucher*innen und Politik an einem Strang ziehen.

mit suffizienz zum guten leben für alle

Deutsche Umweltstiftung (DUS): Ihr sagt, Suffizienz kann der Schlüssel zum guten Leben für alle sein? Weiterlesen

Interview mit Dirk Arne Heyen vom Öko-Institut Berlin

Suffizienz im Alltag

Deutsche Umweltstiftung (DUS): Welche Notwendigkeit sehen Sie in Suffizienz?

Dirk Heyen (DH): So sehr uns viele technische Innovationen weiterhelfen – sie reichen nicht aus, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen: also etwa klimaneutral zu leben oder auch unseren Ressourcenhunger und unsere Abfallmengen massiv zu reduzieren. Zwar werden viele Geräte, wie zum Beispiel Kühlschränke und Fernseher, oder auch die Motoren unserer Fahrzeuge immer effizienter. Zugleich werden sie aber häufig auch größer, schwerer, leistungsstärker – und wir nutzen sie häufiger oder haben plötzlich mehrere davon. Weiterlesen