Die meisten von Ihnen waren sich einig: Eine lebenswerte Zukunft können wir nur erhalten, wenn wir persönlich, wirtschaftlich und politisch umdenken und uns von zügellosem Konsum und unbegrenztem Wachstum verabschieden. Hier können Sie eine Liste unserer Gastautor*innen und Interviewpartner*innen einsehen.
Christine Ax
‚Solange wir nicht die Arbeit und das Produkt ganzheitlich betrachten, sind wir noch nicht in einer wirklich humanen und nachhaltigen Gesellschaft angekommen.‘
Mike B.
‚Vielleicht sollte man überdenken, ob man den Reichtum einer Gesellschaft immer nur über Wachstum, nackte Zahlen oder die Größe von Geländewagen definiert.‘
In: Interview mit der Fridays for Future Lehrerschaft
Robert Bednarsky, Rica Braune und Sebastian Götte
‚Auf politischer Ebene bedarf es einer mutigen Orientierungs- und Steuerungspolitik, die den Mitgliedern der Gesellschaft durch einen veränderten Handlungsrahmen deutlich macht, in welche Richtung die Zukunft gehen soll.‘
In: Ein Suffizienz-Netzwerk für Thüringen
Mathias Binswanger
‚Aus dem Heilsversprechen des Wachstums auf eine bessere Zukunft wird […] zunehmend eine Zwangshandlung. In Ländern wie Deutschland oder der Schweiz wird die Forderung nach weiterem Wachstum deshalb kaum mehr damit begründet, dass es uns in Zukunft ein noch besseres Leben ermöglicht. Stattdessen wird uns Wachstum als Zwang präsentiert.‘
In: Buchvorstellung „Wachstumszwang
Emna
‚Unsere Welt geht weiter kaputt und die Politiker geben sich keine Mühe, sie zu retten.‘
In: Interview mit Fridays for Future Schüler*innen
Raphael Fellmer
‚Es ist wirklich Zeit, dass jeder nicht nur darüber nachdenkt, irgendwelche Bücher liest, sondern auch in kleinen Schritten anfängt, sich anders zu verhalten. Sei es Flugverhalten, sei es Fleischkonsum, sei es, überhaupt irgendwelche Dinge zu konsumieren, die man nicht braucht.‘
In: Interview mit den Gründer von SIRPlUS Raphael Fellmer
Maja Göpel
‚Aktuell tut die Konsum- und Wettbewerbskultur alles dafür, dass diese Erlebnisse und Erfahrungen direkt mit „mehr haben“ zusammenhängen: Sage mir, was du verdienst, besitzt und bereist und ich sehe, was du wert bist.‘
In: Wie können wir darauf verzichten, die Mitwelt zu zerstören?
Pierre Ibisch
‚Der Mensch maximiert die Ressourcenverfügbarkeit für sich selbst – aber auf Kosten der Ressourcen für andere Arten und die Funktionstüchtigkeit des großen Ganzen.‘
In: Basta! Selbstbeschränkung und ökologische Zivilisierung“
Claudia Kemfert
„Wir müssen das Wirtschaftswachstum vom fossilen Energieverbrauch entkoppeln. Und wir müssen uns abgewöhnen, das Wirtschaftswachstum als Maßstab für Wohlstand zu definieren.“
In: Interview mit Claudia Kemfert
Viola Kleinau
‚Wir Kleingärtner haben schon seit vielen Jahren den Suffizienzgedanken, im Grunde genommen seit unserer Entstehung. […] Wir bauen selber an, der Vorteil ist, dass wir giftfrei gärtnern, dass wir keine Pestizide verwenden und dass wir somit auch lange Wertschöpfungsketten unterbrechen.‘
In: Interview mit Viola Kleinau von den Gartenfreunden Pankow
Klaus Müschen
‚Seit den sechziger Jahren hat sich die Wohnfläche pro Person in Deutschland von 20 m² mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung wirkt der steigenden Energieeffizienz entgegen. Und hier kann jede*r selbst durch die Wahl der Größe der Wohnung aktiv werden.‘
In: Wie Sie an Energie sparen könne
Niko Paech
‚Suffizienz sollte nicht an basalen Grundbedürfnissen, sondern an jenem Luxus ansetzen, der in jüngster Zeit verbreitet wurde und zugleich die eklatantesten Schäden verursacht.‘
Paul (17)
‚Ein Großteil der Menschen hat lange Zeit nicht auf die Umwelt geachtet und sie wenig geschützt. Doch nun muss sich etwas ändern.‘
In: Interview mit Fridays for Future Schüler*innen
Markus Profijt
‚Konsumreduktion oder -verlagerung kann auch im Bereich der Mobilität sofort – ohne weiteres Warten auf technische Innovationen – zur Reduktion des Umweltverbrauches führen.‘
In: Mobilitätssuffizienz – Möglichkeit zur Treibhausgasreduktion
Thomas Reutter
‚Unser Konsum und unser Glaube an Wirtschaftswachstum hat doch schon religiöse Züge angenommen.‘
In: Ist das Kunst oder kann das weg?
Andreas Sallam
‚Wenn wir ein Gutes Leben für alle anstreben, bedarf das auch immer eines eigenen Zurücknehmens und eines Nachforschens, wo die eigenen Schattenseiten liegen. Die Frage ist, wie wir das Paradies, das eigentlich da sein könnte, gemeinschaftlich mit anderen erreichen können.‘
In: Andreas Sallam im Interview
Jörg Sommer
‚Je früher und je konsequenter wir uns darum bemühen, den Klimaschutz als Primat unseres Handelns zu nehmen, desto größer sind die Chancen, dass diese Veränderungen nicht so viele Opfer fordern.‘
In: Acht Wochen #kaufnix – wir ziehen Bilanz
Natalie V.
‚In den Schulen kommt das Thema Umweltschutz zu kurz, obwohl es die Aufgabe der Lehrerschaft ist, die Schüler darüber zu informieren.‘
In: Interview mit der Fridays for Future Lehrerschaft
Corinna Vosse
‚Suffizienz statt Wachstum muss zur persönlichen, politischen und ökonomischen Prämisse werden, wenn wir nicht an unserer Maßlosigkeit zu Grunde gehen– und vorher noch mehr Schaden für die verschiedenen Ökosysteme anrichten wollen.‘
In: Jedes Individuum und Alle Zusammen
Christine Wenzl
‚Bislang wird die Verantwortung für einen Lebensstil, der weniger Ressourcen verbraucht, noch allzu oft als rein persönliche Entscheidung angesehen. Tatsächlich ist aber die Politik gefragt.‘
In: Weniger Ressourcenverbrauch, mehr Lebensqualität
Joko Weykopf
’30 Millionen Deutsche sind bereit, ihr Konsumverhalten zu verändern. Was für eine Chance!‘
In: Über 30 Millionen Deutsche wollen die Welt verbessern
Angelika Zahrnt
‚Wenn man – wie ich – diese Diskussionen seit den 70er-Jahren führt, wenn man sieht, wie langsam Konsummuster sich ändern und wie mühsam es ist, wie schnell aber auf der anderen Seite der Klimawandel kommt, dann braucht es nicht nur individuelles Handeln sondern gemeinsames Handeln in Initiativen und Verbänden und politisches Handeln.‘