Nutzen, was man hat

In dieser Woche möchten wir Ihnen die erste Stufe der Anti-Verbraucher-Pyramide vorstellen. Die größte und wichtigste Stufe der Pyramide sieht vor, zunächst das zu benutzen, was man bereits hat, ohne dafür neue Dinge konsumieren zu müssen.

Der Upcycling-Laden K.W.D.

©Deutsche Umweltstiftung

Passend zu diesem Konzept haben wir für Sie den Upcycling – Laden K.W.D. im Berliner Stadtteil Friedrichshain besucht. Die Designerin Katja Werner hat uns Einblicke in ihre Arbeit und die Entstehung ihrer Produkte gewährt.

So hat alles angefangen…

Eigentlich hat Katja Werner keinen Hintergrund im Produktdesign oder Handwerk, sondern hat Graphikdesign studiert. Weiterlesen

Die Anti-Verbraucher-Pyramide

Die Anti-Verbraucher-Pyramide funktioniert nach demselben Prinzip wie andere Modelle, zum Beispiel Ernährungspyramiden. Mithilfe von unterschiedlich großen Segmenten verdeutlicht sie, in welchem Umfang bestimmte Konsum- und Verhaltensweisen zu einem suffizienteren Leben beitragen können. Dabei wird das für eine nachhaltigere Entwicklung wünschenswerte Verhältnis der einzelnen Stufen zueinander veranschaulicht. Je größer eine Stufe ist, desto mehr Wert sollte auf diese Verhaltensweise gelegt werden, um den eigenen Alltag suffizienter zu gestalten.

Die Anti-Verbraucher-Pyramide veranschaulicht nachhaltige Konsumweisen jenseits des Kaufens.

Stufe 1: Nutzen, was man hat

Ziel von Suffizienz-Strategien ist es, den eigenen Ressourcen- und Energieverbrauch im alltäglichen Leben auf ein möglichst geringes Maß zu reduzieren. Weiterlesen

Was bedeuten die Begriffe? – Mehr dazu in unserem Glossar

Wir haben für Sie ein Glossar eingerichtet, indem in den Beiträgen verwendete Begriffe näher erläutert werden. Schauen Sie gerne vorbei, Sie finden das Glossar immer auf der rechten Seite unserer Startseite.
Wenn Sie weitere Begriffe entdecken, sagen Sie uns gerne Bescheid, dann ergänzen wir diese im weiteren Verlauf der Kampagne.

Wortwolke mit Begriffen unserer Kampagne nach der Vorlage von wortwolken.de

Basta! Selbstbeschränkung und ökologische Zivilisierung 

Wachstum und Konsum bereiten vielen Menschen große Freude. Sie gehen einher mit Wahlmöglichkeiten und einem vermeintlichen Gefühl der Freiheit. Konsumverzicht und Genügsamkeit sind nicht automatisch gleichermaßen beglückend, und dennoch bedeuten sie die neue – notwendige – Stufe der Zivilisierung.

Der Mensch ist ein Tier, aber ein besonderes. Gewöhnlich wird hervorgehoben, dass es sich um ein zu herausragender Intelligenz befähigtes Wesen handelt, Homo sapiens – der vernünftige Mensch. Diese Vernunft reicht soweit, dass wir derartig intensiv über uns selbst nachdenken können wie wohl sonst keine anderen Organismen. Weiterlesen

Ihre Meinung ist gefragt!

Liebe Menschen, es ist Zeit, zu handeln!

Jörg Sommer hat es im SZ-Artikel „Die Wachstumslüge“ deutlich gemacht: Wir sagen Schluss mit dem Wachstumsmantra! Wer die Zukunft der Menschheit sichern will, muss weiteres Wirtschaftswachstum verhindern. Um Klimaschutz zu erreichen, muss Suffizienz statt Wachstum zur persönlichen, politischen und ökonomischen Prämisse werden.

In den kommenden Tagen starten wir hier unsere zweimonatige Kampagne zur Förderung einer Zukunft, die sich vom Mantra des Wachstums emanzipiert. Dabei stellen wir Ihnen erfolgreiche Suffizienzstrategien vor und geben Ihnen konkrete Tipps für individuelle Handlungsmöglichkeiten.

Hier auf unserer Kampagnen-Webseite erwarten Sie also zahlreiche Gastbeiträge und Interviews von und mit Personen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sowie einige eigene Beiträge mit Anregungen für ein suffizienteres Leben. Weiterlesen

Suffizienz – Der Weg in eine nachhaltige Gesellschaft?

Für den Weg in eine nachhaltige Gesellschaft müssen wir uns vom Wirtschaftswachstum verabschieden. Foto: kamiel79 / Pixabay.

Die Absage der EU an Einweg-Plastik, aber auch die durchaus kontroversen Debatten um den deutschen Kohlaussteig zeigen, dass die drängenden Probleme des Umweltschutzes endlich ihren Weg in die Politik gefunden haben. Während Abgeordnete sich jedoch von den Lobbyverbänden der Energiewirtschaft einlullen lassen, haben aktive Umweltschützer*innen längst eigene Maßnahmen ergriffen, um ihr Leben klimaneutraler zu gestalten. Eine davon ist die Umsetzung eines suffizienten Lebensstils. 

Suffizienz liegt im Trend, ob beim Wohnen, Konsumieren oder im Bereich der Mobilität. Weiterlesen